Ärzte orgeln für Kinderklinik-Clowns

  

So wie Zahnarzt Dr. Bruno Austermann orgeln ab 27. November wieder Ärzte.

In diesem Jahr sammeln sie für das neue Christliche Kinderhospital.

Archivfoto: Hermann Pentermann 

Sie gehören zur Adventszeit wie der große Baum auf dem Nikolaiort:
Die Osnabrücker Orgelfreunde drehen ab 27. November wieder die Kurbel der Mussenbrock-Orgel. In diesem Jahr sammeln sie für ein Clown-Projekt im Christlichen Kinderhospital Osnabrück, das am 8. April eröffnet werden soll.
Eine Gruppe von 20 ehrenamtlichen Sammlern wandelt in der  Vorweihnachtszeit auf den Spuren von Aloys Mussenbrock. Seit 1981 hatte der aktive Georgsmarienhütter mit seiner Orgel für gemeinnützige Zwecke gesammelt. Nach seinem Tod 2004 setzten zunächst einige Kinderärzte die Sammelaktion mit der Orgel fort, die Mussenbrock der Heilpädagogischen Hilfe Osnabrück hinterlassen hatte.
Inzwischen gehören auch andere Ärzte, Familientherapeuten, Apotheker, Pensionäre und ihre Freunde zu dem Kreis,
die – erkennbar am Schäfermantel und am großen Hut – mit Orgel und Sammelbüchse unterwegs sind. Der alte Leier- kasten wurde auf Kosten der Orgelfreunde aufgefrischt und das Liedrepertoire erweitert. Im vergangenen Jahr kamen mehr als 14000 Euro für den ambulanten Kinderhospizdienst zusammen.
In diesem Jahr sammeln sie für den Förderverein gecko (Gemeinsamer Einsatz Christliches Kinderhospital Osnabrück). Und zwar für einen bestimmten Zweck, berichteten Dr. Michael Ollefs, Dr. Andreas Wenner und Peter Ehlers: Mit dem Geld sollen regelmäßige Besuche von Klinik-Clowns in dem künftigen Kinderhospital finanziert werden.
Das neue Haus, in dem das Kinderhospital am Schölerberg und die Kinder- und Jugendmedizin vom Marienhospital zusammengehen, braucht nach Auskunft von Dr. Burkhard Rodeck eine kindgerechte Ausstattung, die nicht in der öffentlichen Finanzierung vorgesehen sei. Geplant sind unter anderem Spielecken, Betreuungsmöglichkeiten für Geschwisterkinder und Schlafmöglichkeiten für Eltern, die bei ihren Kindern bleiben. Wunsch sei es zudem, für alle vier Stationen regelmäßig Klinik-Clowns zu finanzieren, die die kleinen Patienten aufmuntern und so zu einer schnelleren Genesung beitragen können. Dafür wird georgelt.